Studienpraxis

Campus Talks (ARD-alpha): Konsumentenbeeinflussung & Gerechte Gesundheitsversorgung

In der Sendung „Campus Talks“ (ARD-alpha) vom 12.03.2019 erläutert der Konsumentenverhaltensforscher Claas Christian Germelmann von der Universität Bayreuth, wie Verbraucher in ihrem Kaufverhalten manipuliert werden. Und der Gesundheitswissenschaftler Eckhard Nagel von der Universität Bayreuth verrät, ob unsere Gesundheitsversorgung gesellschaftlich gerecht ist

Studie: Almased in der Therapie von Typ-2-Diabetes

Eine ganz aktuelle Studie vom Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum in Düsseldorf belegt, dass Personen mit Typ-2-Diabetikes von einer Formuladiät unterstützten kohlenhydratarmen Ernährung profitieren können. Laut Aussagen von Studienleiterin Frau Dr. Kempf kann eine solche Kost vergleichbare Wirksamkeiten zeigen, wie die bariatrische Chirurgie. In einer Studie wurden über 400 übergewichtige Personen mit Typ 2-Diabetes eingeschlossen, die im Mittel einen HbA1c von 8% aufweisen. Diese wurden mithilfe der handelsüblichen Formuladiät, es wurde das Präparat Almased Vitalkost verwendet, über drei Monate behandelt und insgesamt über ein Jahr nachverfolgt. Ziel war es, die Formuladiät als Starthilfe in eine kohlenhydratarme Kost zu nutzen. Bei dieser Studie, die in dem renommierten wissenschaftlichen Journal Nutrients publiziert wurde, konnte gezeigt werden, dass HbA1c, Nüchternzucker, Blutdruck und Körpergewicht signifikant gesenkt werden konnten.

Studie: „Low fat“-Strategie nicht erfolgreich beim Abnehmen

Fett macht nicht fett. Deshalb bringt eine Reduktion des Fettanteils bei der Ernährung fürs Abnehmen in der Regel auch nicht den gewünschten Erfolg. In dieser Hinsicht zielführender ist dagegen eine ausgewogene Nahrungszusammenstellung mit einem reduzierten Anteil an Kohlehydraten. Auf diesen simplen Nenner lassen sich die Ergebnisse einer Untersuchung zur Bedeutung der sogenannten mediterranen Küche als Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bringen. Die als PREDIMED-Studie bekannt gewordene Analyse macht vielmehr deutlich, dass der Fettgehalt einer Nahrung kein sinnvoller Maßstab für die langfristigen Vorteile und Risiken einer Diät ist. Insofern räumt die Untersuchung mit dem Mythos auf, dass wenig Fett und wenig Kalorien in Nahrungsmitteln automatisch zu Gewichtsabnahme führen würden.

Gendiäten – ein fragwürdiger Abnehmtrend

Individuell abgestimmte Diätpläne auf Basis von Gentests erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Der Einsatz von Genanalysen soll dabei den Eindruck wissenschaftlicher Seriosität vermitteln. Doch nach heutigem Stand der Wissenschaft gibt es keinen eindeutigen Beleg für den Einfluss spezifischer genetischer Faktoren auf die Gewichtszunahme, sagt ein Wissenschaftlerteam der Technischen Universität München, das Tausende Fachartikel zu diesem Thema analysiert hat. Wer effektiv und nachhaltig abnehmen will, sollte daher lieber zu der Formuladiät Almased greifen, deren Wirksamkeit bereits zahlreiche Studien erwiesen haben.

Innere Uhr beeinflusst Kalorienverbrennung

Der Kalorienverbrauch unseres Körpers und damit letztlich auch unser Gewicht hängt nicht allein davon ab, was und wie viel wir essen, sondern auch, wann wir die Nahrung zu uns nehmen. Zu diesem Ergebnis kamen jetzt Forscher der Harvard Medical School in Boston, die in einer Pilotstudie untersuchten, welchen Einfluss unsere innere Uhr auf unseren Stoffwechsel und speziell auf den Energieumsatz unseres Körpers im Ruhezustand hat. Fazit: Am späten Nachmittag und frühen Abend verbrennen wir rund zehn Prozent mehr Kalorien als etwa am frühen Morgen.

Wissenschaftler belegen: Übergewicht erhöht Krebsrisiko

Zu dick ist ungesund. Das ist auch Übergewichtigen nicht neu. Aufgrund vielfältiger Informations- und Aufklärungsmaßnahmen sollte sich zum Beispiel inzwischen herumgesprochen haben, dass die Adipositas, also starkes bis krankhaftes Übergewicht, eine maßgebliche Ursache für Diabetes Typ-2 darstellt. Bekannt dürfte auch sein, dass die Zuckerkrankheit häufig mit Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck und überhöhten Fettwerten einhergeht. Als Folge davon nimmt die Gefahr zu, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden sowie die Gefäße zu schädigen.

Abnehmen mithilfe des braunen Fettgewebes

Körperfett, das beim Abnehmen hilft – das klingt absurd, zu schön, um wahr zu sein. Aber ist das auch so? Tatsächlich forschen nämlich Wissenschaftler schon seit einiger Zeit genau zu diesem Thema! Sie haben das braune Körperfett in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt, weil dieses körpereigene Fett im Gegensatz zu seinem weißen Pendant Kalorien verbrennt, statt sie zu speichern. Schade nur, dass man als erwachsener Mensch nur noch über wenig braunes Fett verfügt und dieses als Kalorienfresser nur noch relativ inaktiv ist. Deshalb versuchen Forscher herauszufinden, wie sich die Menge und die Aktivität des braunen Fetts steigern lassen. Denn dies könnte einen Beitrag dazu leisten, den Energieverbrauch des Körpers zu aktivieren und so sein Gewicht besser in den Griff zu bekommen.

Krankhafte Essstörungen werden immer häufiger diagnostiziert

Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an Essstörungen. Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben hierzulande bei den Erwachsenen 1,5 Prozent der Frauen und 0,5 Prozent der Männer im Alter von 18 bis 79 Jahren mit Magersucht, Bulimie oder der sogenannten Binge-Eating-Störung zu tun. Das hört sich zunächst nach nicht so vielen Betroffenen an.

Ist Mahlzeitenersatz nachhaltig effektiv?

Dieser Frage ging im Rahmen der Diabetes-Charity-Gala 2018 der Deutschen Diabetes-Hilfe ein Wissenschaftliches Symposium am 19. Oktober 2018 in Berlin nach. Zur aktuelle Entwicklungen in der Adipositas- und Diabetes-Forschung referierten:

  • Professor Dr. Martin Halle, Ärztlicher Direktor Zentrum für Prävention und Sportmedizin an der TU München
  • Professor Dr. Stephan Martin, Chefarzt für Diabetologie am Westdeutschen Diabetes-Gesundheitszentrum
  • Professorin Dr. Martina de Zwaan, Direktorin der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie

Ratgeber

Wenn Zucker ungesund ist, womit soll ich süßen?

Zucker macht dick, krank und verkürzt das Leben. Auf diese simple Aussage könnte man die vielen Diskussionen herunterbrechen, die seit einiger Zeit um den kristallinen Süßmacher im Gange sind. Deshalb bemühen sich Mediziner und Gesundheitspolitiker auch allenthalben, die Bevölkerung zu einer Reduktion des Zuckerverbrauchs anzuregen. Denn dieser gilt als eindeutig zu hoch: So empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO eine maximale Menge von sechs Teelöffeln Zucker pro Tag. Das entspricht rund 25 Gramm. Tatsächlich verzehren jedoch zum Beispiel die Bundesbürger pro Kopf im statistischen Mittel täglich rund 90 Gramm Haushaltszucker. Das sind umgerechnet 29 Stück Würfelzucker. Die WHO hingegen hält nicht mehr als acht Stücke Würfelzucker unter gesundheitlichen Aspekten für ratsam.

Volkskrankheit Schlaflosigkeit – und was man dagegen tun kann

Nicht jeder, der an Schlaflosigkeit leidet, erlebt infolgedessen so kurzweilige Nächte wie US-Schauspieler Jeff Goldblum, den in der Thriller-Komödie „Kopfüber in die Nacht“ aus den 1980er Jahren die blonde Schönheit Michelle Pfeiffer in turbulente nächtliche Abenteuer verwickelt. Für die meisten Menschen bedeutet Insomnie, so der medizinische Fachbegriff für länger anhaltende Schlafprobleme, stattdessen quälend lange Nächte ohne Erholung, verminderte Leistungsfähigkeit am darauffolgenden Tag und ein allgemein beeinträchtigtes Wohlbefinden.

Flammkuchen – der Temperaturmesser, der zur Delikatesse wurde

Einige Speisen haben einen sehr innigen Bezug zu bestimmten Jahreszeiten. Als ein treffliches Beispiel dafür darf wohl der Flammkuchen gelten, der insbesondere im Herbst und im Winter gern als Snack in gemütlichen abendlichen Runden gereicht wird. Das vergleichsweise einfache Rezept für den Flammkuchen stammt ursprünglich aus dem Elsass und die Speise wird bis heute als Repräsentant der dortigen Küche hoch geschätzt. Dabei wurde die elsässische Spezialität Überlieferungen zufolge nur erfunden, um die Hitze in Backöfen zu testen. Insofern hat sich in diesem Fall ein Hilfsmittel zur Temperaturbestimmung zu einem kulinarischen Highlight entwickelt.

Effektive Anti-Aging-Strategie: Muskelschwund durch Training und adäquate Ernährung aufhalten

„Von nun an ging‘s bergab“ – der Titel/Refrain dieses Chansons von Hildegard Knef aus den 60er Jahren trifft für mehr Menschen zu als vielfach angenommen – zumindest was ihre Muskulatur anbetrifft. Denn bei Frauen und Männern setzt bereits ab Mitte 20 der Muskelabbau ein, die körperliche Leistungsfähigkeit beginnt abzunehmen. Wenn man nichts dagegen unternimmt, reduziert der menschliche Körper ab dem Alter von etwa 25 seine Muskelmasse alle zehn Jahre um fünf bis zehn Prozent, warnen (Sport-)Mediziner. Soweit die unangenehme Nachricht. Die gute hingegen lautet, dass man diesem schleichenden Abbauprozess entgegenwirken kann: Indem man aktiv ist, seine Muskulatur fordert und sich richtig ernährt. Denn nur bei Untrainierten vermindern sich Zahl und auch Querschnitt der Muskelfasern mit den Lebensjahren.

Die Artischocke – oder: So heilsam kann der Zorn des Zeus sein

Ausgerechnet das Thema weibliche Schönheit taucht im Zusammenhang mit einer äußerlich eher unattraktiven Pflanze immer wieder auf: der Artischocke. Die Riesendistel verdankt laut der griechischen Mythologie nicht nur ihren Namen einer der zahlreichen amourösen Eskapaden von Göttervater Zeus. Auch eine berühmte Filmschauspielerin, die man zu ihrer Zeit als eine der schönsten Frauen der Welt rühmte, trat in den Kindertagen ihrer Karriere als Artischocken-Königin in Erscheinung. Und der deutsche Dichterfürst Goethe versuchte, die Damenwelt mit Artischocken-Sträußen als Blumenersatz, aufgewertet durch ein selbst verfasstes Gedicht, zu verzaubern. Doch der Reihe nach …

Schlechte Laune ernst nehmen!

Manche Menschen gelten grundsätzlich als „Sonnenschein“, andere dagegen eher als „Miesepeter“. Doch auch notorisch gut gelaunte Menschen sind hin und wieder „ungnädig“ gestimmt. Über solche schlechte Laune sollte man nicht immer einfach hinweggehen, empfehlen Experten. Denn derartige Verstimmungen können ein Signal dafür sein, dass etwas nicht stimmt, man unzufrieden bzw. über etwas oder jemanden verärgert ist. Insbesondere wenn miese Stimmung länger anhält, sollte man sich auf die Suche nach deren Auslösern machen, raten Psychologen.

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