Gendiäten – ein fragwürdiger Abnehmtrend

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Individuell abgestimmte Diätpläne auf Basis von Gentests erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Der Einsatz von Genanalysen soll dabei den Eindruck wissenschaftlicher Seriosität vermitteln. Doch nach heutigem Stand der Wissenschaft gibt es keinen eindeutigen Beleg für den Einfluss spezifischer genetischer Faktoren auf die Gewichtszunahme, sagt ein Wissenschaftlerteam der Technischen Universität München, das Tausende Fachartikel zu diesem Thema analysiert hat. Wer effektiv und nachhaltig abnehmen will, sollte daher lieber zu der Formuladiät Almased greifen, deren Wirksamkeit bereits zahlreiche Studien erwiesen haben.

Rund 1.500 Ernährungsberater gibt es bereits, die die Gen-Diät „Meta-Check“ anbieten. Die Methode kommt streng wissenschaftlich daher. Der Kunde gibt eine Speichelprobe ab, die in einem spezialisierten Labor untersucht wird. Dabei werden sieben Stoffwechselgene und deren Interaktion analysiert. Auf Basis der Ergebnisse wird der Kunde einem von vier Meta-Typen (Alpha, Beta, Gamma und Delta) zugeordnet. Dabei wird davon ausgegangen, dass jeder Meta-Typ die Hauptbestandteile der Nahrung (Kohlenhydrate, Proteine und Fette) unterschiedlich verarbeitet. Zusätzlich wird jedem Meta-Typen eine von zwei Sportvarianten zugeordnet, nämlich Ausdauer (E wie Endurance) und Schnelligkeit (S wie Speed).

Jeder Kunde erhält auf Basis seines Meta-Typs dann einen Ernährungsplan, entsprechende Rezepte sowie Empfehlungen hinsichtlich seiner sportlichen Betätigung. Meta-Typ Alpha E beispielsweise kann demnach gut proteinreiche Nahrung – wie Fisch, Fleisch und Milchprodukte – verarbeiten und sollte dafür seinen Konsum an kohlenhydratreichen – wie Nudeln, Weißmehl und Zucker – sowie fettreichen Nahrungsmitteln einschränken. Er sollte zudem Ausdauersportarten wie Jogging, Walking, Schwimmen und Rudern betreiben. Wenn die Meta-Typen-Empfehlungen konsequent eingehalten werden, dann soll die Wahrscheinlichkeit auf eine erfolgreiche Gewichtsreduktion um das 2,5-fache steigen, versprechen die Anbieter. Die DNA-Untersuchung inklusive persönlicher Beratung kostet einmalig 200 bis 250 Euro.

Wissenschaftlich unbestritten ist dabei, dass genetische Faktoren eine Rolle beim Entstehen von Übergewicht spielen. So wurden bis dato etwa 100 Gene identifiziert, die mit dem Body-Mass-Index (BMI) in Zusammenhang stehen. Der Einfluss der Gene auf das Körpergewicht liegt je nach Studie bei 50 bis 70 Prozent. Der Rest wird von anderen Faktoren bestimmt, wie Essverhalten, körperlicher Betätigung, Umwelteinflüssen und Darmbakterien.

Doch wie genau die Gene das Körpergewicht beeinflussen, ist noch sehr unklar. Mit einer systematischen Literaturrecherche hat ein Wissenschaftlerteam der Technischen Universität München darum jetzt versucht, in mehr als 10.000 Fachartikeln Hinweise auf den Zusammenhang zwischen einzelnen genetischen Faktoren und der Aufnahme von Kalorien, Kohlenhydraten oder Fett zu finden. Dabei stießen die Forscher am häufigsten auf das Gen für Fettmasse und Fettleibigkeit (FTO) sowie auf das Melanocortin-4-Rezeptor-Gen (MC4R). Bei diesen beiden Genen soll es Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Gesamtenergieaufnahme geben. Die Studienauswertung habe jedoch kein einheitliches Bild erbracht, erklären die Wissenschaftler. Es könne lediglich in geringem Umfang ein Zusammenhang zwischen dem FTO-Gen und niedriger Energiezufuhr sowie dem MC4R-Gen und erhöhter Energiezufuhr ausgemacht werden.

Das Fazit der Wissenschaftler: Es gibt bislang keine Anhaltspunkte dafür, dass bestimmte genetische Faktoren das Übergewicht beeinflussen. Die Sinnhaftigkeit von Gendiäten, die aufgrund genetischer Informationen individuelle Ernährungsempfehlungen erteilen, sei daher nach heutigem Kenntnisstand nicht erwiesen.

Von zwei Menschen mit vollkommen identischer Genausstattung kann nach Erkenntnissen von Forschern der eine sehr dick und der andere sehr dünn sein. Nicht jeder, bei dem die Neigung zum Dicksein in den Genen angelegt ist, muss zwangläufig übergewichtig sein. Denn jeder kann beeinflussen, was nicht durch die Gene festgelegt ist: seinen eigenen Lebensstil – wie gesund man sich ernährt und wie viel Sport man treibt.

Beim gesunden Lebensstil setzt auch die Formuladiät Almased an, deren Wirksamkeit im Gegensatz zu manch anderer Diät auch gut wissenschaftlich belegt ist. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass beim Abnehmen mit dem Mahlzeitenersatz Almased vor allem Fettdepots abgebaut werden, während Muskelmasse erhalten bleibt. Dafür sorgt die spezielle Zusammensetzung von Almased, das im Wesentlichen aus hochwertigem Sojaeiweiß (50 Prozent), Bienenhonig (25 Prozent) und Magermilch-Joghurtpulver (23 Prozent) besteht. Neben der Qualität der einzelnen Inhaltsstoffe sorgt dabei vor allem das ideale 2:1-Mischungsverhältnis von Eiweiß aus Soja und Joghurt zu Kohlenhydraten für einen gesunden und langfristigen Gewichtsverlust.

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