Wissenschaftler belegen: Übergewicht erhöht Krebsrisiko

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Zu dick ist ungesund. Das ist auch Übergewichtigen nicht neu. Aufgrund vielfältiger Informations- und Aufklärungsmaßnahmen sollte sich zum Beispiel inzwischen herumgesprochen haben, dass die Adipositas, also starkes bis krankhaftes Übergewicht, eine maßgebliche Ursache für Diabetes Typ-2 darstellt. Bekannt dürfte auch sein, dass die Zuckerkrankheit häufig mit Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck und überhöhten Fettwerten einhergeht. Als Folge davon nimmt die Gefahr zu, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden sowie die Gefäße zu schädigen.

Im Vergleich damit in der Öffentlichkeit eher weniger bekannt ist die Erkenntnis von Wissenschaftlern, dass Adipositas ebenfalls das Risiko von Krebserkrankungen erheblich erhöht. Das belegen jedoch mehrere, unabhängig voneinander durchgeführte Studien aus jüngerer Zeit. Sie untermauern den schon seit Längerem vermuteten Zusammenhang zwischen starkem Übergewicht und dem Entstehen bestimmter Krebsarten. Demnach sollen mehr als zehn Krebserkrankungen mit Adipositas mehr oder weniger direkt in Verbindung zu bringen sein. Nach den Erkenntnissen der Forscher betrifft dies insbesondere Karzinome des Verdauungstraktes, wie etwa der Speiseröhre, des Magens, des Darms, der Bauchspeicheldrüse, der Leber oder der Gallenblase, aber ebenso Brustkrebs sowie Tumore der Eierstöcke und der Gebärmutter, der Schilddrüse und Nieren.

So gaben Wissenschaftler der zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehörenden International Agency for Research on Cancer (IARC) als Ergebnis einer von ihnen durchgeführten sogenannten Meta-Studie bekannt, dass bei deutlich übergewichtigen Menschen eine ganze Reihe von Krebsarten öfter festzustellen seien als bei Normalgewichtigen. In einigen Fällen soll sich das Krebsrisiko demnach sogar verdoppeln. In einer aktuelleren Studie des IARC aus dem Jahr brachten die Verfasser den Zusammenhang zwischen Adipositas und Krebs auf die simple Formel, dass die Gefahr einer solchen Erkrankung mit jedem Kilo zu viel zunehme.

Auch das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ermittelte jüngst in einer Untersuchung, wie viele neue Krebsfälle in diesem Jahr auf Rauchen, zu viel Alkohol, Übergewicht, Bewegungsmangel ungesunde Ernährung sowie verschiedene Umweltfaktoren zurückführbar und damit potenziell vermeidbar sind. Dabei berücksichtigten die Wissenschaftler rund 440.000 Krebsfälle bei Personen im Alter von 35 bis 84 Jahren sowie diejenigen Risikofaktoren, bei denen ein ursächlicher Zusammenhang mit der Krebsentstehung als gesichert gilt. Ergebnis: Die vermeidbaren Risikofaktoren, wie eben auch Übergewicht, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung etc., verursachen 37 Prozent aller Krebsfälle hierzulande. Und diesen Anteil halten die Experten noch für eher niedrig angesetzt. Denn bei vielen Krebsarten seien die Zusammenhänge mit einzelnen Risikofaktoren noch nicht abschließend belegt, heißt es.

Besonders besorgniserregend bei Übergewicht und Bewegungsmangel finden die Wissenschaftler des DKFZ nicht nur, dass sich diese beiden Risikofaktoren weltweit epidemisch ausbreiten, sondern dass sie ihren Ursprung bereits im frühen Kindesalter haben. So gelten in Deutschland fast 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von drei bis 17 Jahren als übergewichtig, über 6 Prozent als adipös. In den USA wiederum sollen jüngsten Zahlen zufolge schon fast 14 Prozent der Vorschulkinder adipös sein. Grund genug, dass die Experten unisono präventive Maßnahmen gegen Übergewicht und die damit zusammenhängenden gesundheitlichen Folgen fordern.

Wenn also der sogenannte „westliche Lebensstil“, den zu geringe körperliche Aktivität bei gleichzeitig übermäßiger und ungesunder Ernährung kennzeichnet, für die „Volkskrankheit“ Übergewicht sowie daraus folgend Krebserkrankungen verantwortlich ist, kann dann auch eine Einschränkung der Kalorienzufuhr mit entsprechender Gewichtsreduktion die Gefahr verringern, an Krebs zu erkranken? Offenbar ja, wie einige Studien nahelegen. Danach dürfen sich Patienten, die deutlich abspecken, über eine bemerkenswerte Senkung des Krebsrisikos freuen. Die Rede ist hierbei von einer Reduktion um bis zu 78 Prozent. Damit bekommt der Begriff „Vitalkost“ bei Almased noch eine zusätzliche Bedeutung: Mit jedem Kilogramm, das man durch dieses Programm zur Ernährungsoptimierung verliert, gewinnt man demnach nicht nur an Vitalität im Sinne von Lebenskraft, sondern vermindert auch aktiv sein Risiko auf eine möglicherweise lebensverkürzende Krebserkrankung.

Neben Übergewicht und zu geringer körperlicher Aktivität sollen zudem ein hoher Wurst-, Fleisch- und Salzkonsum sowie zu wenig Ballaststoffe, Obst und Gemüse auf der Speisekarte die Krebsgefahr erhöhen. Das sind nach Ansicht der Krebsforscher Faktoren, die sich beeinflussen lassen: zum Beispiel, indem man ungesunde und dick machende Ernährungsgewohnheiten durch einen gesunden Almaseddrink ersetzt.

Ein gesundheitsbewusster Lebensstil mit einem wachsamen Auge auf ein normales Körpergewicht kann also viel dazu beitragen, die wichtigsten Krebsrisikofaktoren zu vermeiden. Dies machten auch die jüngsten wissenschaftlichen Untersuchungen zu diesem Thema wieder deutlich. Danach lassen sich die Gesamtzusammenhänge auf eine simple Formel reduzieren: Übergewicht und Fettleibigkeit erhöhen das Risiko für viele Arten von Krebs zum Teil deutlich. Und mit jedem Kilo zu viel nimmt diese Gefahr zu. Bei einigen Tumorarten soll nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler das Risiko einer Krebserkrankung sogar proportional zum Körpergewicht zunehmen.

Aus den Ergebnissen der Studien folgern die Experten, dass das Einhalten des Normalgewichts bzw. eines normalen Körperfettanteils als eine wichtige Maßnahme zur Krebsprävention begriffen werden sollte. Wie negativ die Folgen von Übergewicht für die Gesundheit des Menschen von den Fachleuten eingeschätzt werden, insbesondere auch das Krebsrisiko betreffend, zeigt sich daran, dass Adipositas von Medizinern vielfach schon als das „neue Rauchen“ gebrandmarkt wird.

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