Diabetes ist keine Einbahnstraße mehr

Über Gewichtsreduktion ist eine Remission der Erkrankung möglich.

,,
iStock.com/FatCamera

„Einmal Diabetiker, immer Diabetiker“? Dieses alte Vorurteil, das bislang vielfach als vermeintlich gesicherte Erkenntnis angesehen wurde, ist inzwischen in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen widerlegt worden. Nach dem aktuellen Stand dieser Forschung ist es vielmehr so, dass sich Typ-2-Diabetes mit lebensstilverändernden Maßnahmen, wie einer Ernährungstherapie, und vor allem einer substanziellen Gewichtsreduktion erfolgreich behandeln lässt. Das sind gute Nachrichten für die betroffenen Patienten, zumal ihnen mit Almased eine nachweislich sichere Strategie zum Abnehmen und zur Ernährungsoptimierung zur Verfügung steht.

„Bis vor Kurzem wurde der Typ-2-Diabetes als eine chronisch fortschreitende Erkrankung angesehen, die aufgrund einer zunehmend versagenden Insulinproduktion letztlich lebenslang mit Medikamenten bzw. Insulin behandelt werden muss.“ Das stellte Professor Dr. Michael Roden beim Diabetes Kongress 2019 in Berlin fest. Der Wissenschaftliche Direktor und Vorstand des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) sowie Leiter der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, der als Kongresspräsident die diesjährige Zusammenkunft von Diabetes-Experten leitete, erklärte, es gebe immer mehr Hinweise darauf, dass sowohl Lebensstilinterventionen als auch bariatrische Chirurgie – also eine Verkleinerung des Magens oder eine Teilresektion des Dünndarms – einen Verzicht auf Medikamente bei Typ-2-Diabetikern ermöglichen könnten. Bei Patienten mit Typ-1-Diabetes ist demnach noch keine Alternative zu einer lebenslangen Insulintherapie absehbar.

Prof. Roden verwies in seinen Ausführungen beim diesjährigen Diabetes Kongress insbesondere auf die Ergebnisse der sogenannten DiRECT(Diabetes Remission Clinical Trial)-Studie unter Leitung von Professor Dr. Roy Taylor von der Universität Newcastle und Professor Michael Lean von der Universität Glasgow hin. Die zeigte, kurz zusammengefasst, dass mit einer erheblich kalorienärmeren Ernährung – mittels einer Formuladiät wie Almased – und einer damit verbundenen deutlichen Gewichtsreduktion eine Remission des Typ-2-Diabetes möglich ist. Unter Remission verstehen die Mediziner, dass die Symptome einer Krankheit zeitweise oder dauerhaft komplett oder teilweise verschwinden.

Wer mehr abnimmt, hat größeren Erfolg

An der DiRECT-Studie nahmen 298 übergewichtige Patienten im Alter von 20 bis 65 Jahren aus Großbritannien teil, deren Diagnose nicht länger als ein halbes Jahr zurücklag. Primäre Ziele der wissenschaftlichen Untersuchung waren es, das Körpergewicht der Probanden um wenigstens 15 Kilogramm zu senken sowie eine Remission des Typ-2-Diabetes zu erreichen. Tatsächlich konnte im Verlauf der Studie rund die Hälfte der Teilnehmer ihre Blutglukosewerte wieder normalisieren und auf Medikamente verzichten. Dabei fiel auf, dass die Patienten einen umso größeren Therapieerfolg erzielten, je mehr sie abnahmen: Bei den Patienten, die ihr Körpergewicht um mehr als 15 Kilogramm reduzierten, konnte sogar in rund 85 Prozent der Fälle eine Diabetes-Remission verzeichnet werden, wie die Studienleiter berichteten. Somit bietet sich Almased insbesondere auch für übergewichtige Diabetes-Patienten an.

Welche Bedeutung eine Remission und die Vorbeugung von Komplikationen bei Diabetes haben, machte Prof. Roden anhand von Zahlen deutlich. Demnach leiden weltweit rund 425 Millionen Erwachsene an der Krankheit. Derzeit werden bereits 12 Prozent aller Gesundheitsausgaben für die Behandlung des Diabetes aufgewendet. Auch in Deutschland nimmt die Zahl der betroffenen Patienten kontinuierlich zu. Hochrechnungen aus den Daten der gesetzlichen Krankenversicherung zufolge soll hierzulande eine Zunahme der Menschen mit Typ-2-Diabetes um mehr als 50 Prozent innerhalb der nächsten 20 Jahre zu erwarten sein. Laut einer Prognose des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) in Düsseldorf und des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin sollen im Jahr 2040 möglicherweise bis zu 12 Millionen Menschen in Deutschland an Typ-2-Diabetes erkrankt sein. Angesichts dieser „alarmierenden Zahlen“ habe nicht nur die Prävention des Diabetes, sondern auch das Bestreben nach der Remission oder gar „Heilung“ der bereits Betroffenen eine vorrangige Bedeutung, betont Prof. Roden.

Dass diese Ziele grundsätzlich erreichbar sind, darauf lassen auch andere wissenschaftliche Arbeiten schließen. So stellten die an der bereits 1986 gestarteten weltweit ersten Diabetespräventions-Studie, der sogenannten Da-Qing-Studie, beteiligten Forscher fest, dass Diabetes behandelbar ist und mit entsprechenden lebensstilverändernden Maßnahmen behandelt werden sollte. Damals fanden die chinesischen Wissenschaftler heraus, dass sich mit einer Diät das Diabetesrisiko bei den Probanden um 31 Prozent und in einer sogenannten Bewegungsgruppe um 46 Prozent senken ließ. In einer kombinierten Behandlungsgruppe verminderte sich das Diabetesrisiko gemessen an einer Kontrollgruppe um 42 Prozent. Damit war für die Wissenschaftler klar: Diabetes ist keine Einbahnstraße!

Wichtig: Gewichtsverlust!

Eine sehr große Bedeutung für eine Remission des Diabetes kommt nach den aktuellen Studien dem Verlust von Gewicht zu. Denn im Zuge des Abnehmens konnten die Patienten ihre Blutglukosewerte wieder so weit normalisieren, dass ein Verzicht auf Medikamente möglich wurde. Diese Erfolge sind nach Aussage der an den Untersuchungen beteiligten Forscher mit einer Formulanahrung und einer stark kalorienreduzierten Kost erzielbar. Unterm Strich machen diese jüngeren Forschungsergebnisse übereinstimmend deutlich, dass mit einem sogenannten Lebensstil-Interventionsprogramm auf Almased-Basis, also einer dauerhaften Umstellung des Ernährungs- und Aktivitätsverhaltens hin zu einer energetisch ausgeglichenen Lebensweise, nachhaltige Erfolge in der Vorsorge und Therapie von krankhaftem Übergewicht (Adipositas) ebenso wie Diabetes möglich sind.

Eine Remission sei zwar nicht gleichbedeutend mit Heilung, räumte Prof. Roden auf dem diesjährigen Diabetes-Kongress in Berlin ein. Doch die Studien ließen zumindest auf eine Therapie „nahe der Heilung“ hoffen, gab er den betroffenen Patienten als gute Nachricht mit auf den Weg.

Zurück

Newsletter lesen